Tuesday, 5 June 2018

Euro (14) — EU Is Viciously Anti-Social

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The Eurozone and EU were constructed on the bankrupt ideas that (1) you can have a monetary union without a fiscal union, (2) you can run a successful economy on the fraud of New Consensus neoclassical economics and harsh neoliberalism, and (3) national democracy doesn’t really matter anymore.

The source

Meine freie Übersetzung:
 
Eurozone und Euro basieren auf den völlig verfehlten Vorstellungen, dass 

(1) eine Währungsunion ohne eine (sie begleitende) Fiskalunion [eine einheitliche Steuer- und Haushaltspolitik] möglich ist, 

(2) eine Volkswirtschaft sich erfolgreich entwickeln kann, wenn man sie im Sinne der ökonomischen Neoklassik betreibt [, die sich weigert zu verstehen, dass eine florierende Wirtschaft eine ausreichende Nachfrage und eine letztere fördernde Wirtschaftspolitik voraussetzt] und den Mitteln eines brutalen Neoliberalismus unterwirft [Beschneidung der Leistungen des Wirtschaftsgefüges, die nicht von der Privatwirtschaft bereitgestellt werden] und 

(3) die sich in den Mitgliedsstaaten abspielenden demokratischen Prozesse keine Bedeutung mehr haben.

Jeder einzelne dieser Punkte und alle drei gemeinsam haben fatale soziale Konsequenzen, die sich aus dem unter diesem Regime unvermeidlichen wirtschaftlichen Niedergang der meisten Mitgliedsstaaten ergeben. Wertvolle wirtschaftliche Ressourcen bleiben ohne Not ungenutzt, (nicht zuletzt die Arbeitskraft zahlloser Menschen). Keiner demokratischen Disziplin unterworfen mauscheln die EU-Spitze und ihre finanzstarken Klienten ungehindert hinter dem Rücken der Bevölkerung und bringen dabei unter anderem die Balance zwischen Kapital und Arbeit aus dem Lot.

Die auf Cocktailpartys und in den Medien beschworene Solidarität der EU-Europäer ist zynische Heuchelei. In Europa herrscht soziale Eiseskälte. 

Der politische Konsument in Deutschland ist von Politik und Medien darauf abgerichtet auf die Not anderer Europäer mit herrischer Verachtung zu reagieren. 

Ein Beispiel neben vielen anderen dafür, dass die führenden politischen Kräfte, die es sich anmaßen zu bestimmen, wer Populist ist und wer nicht, tatsächlich bis über die Ohren im populistischen Sumpf stecken.

PS

Unter Populismus verstehe ich das Ausnutzen emotional stark aufgeladener Vorurteile volkstümlicher/weitverbreiteter Art, z. B. das in Deutschland besonders beliebte Verdikt „die Griechen sind faul und deshalb selbst schuld an ihren wirtschaftlichen Problemen“.

Monday, 4 June 2018

EU (13) — Italy Asking Germany to Leave the Euro


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Unlike political correct nonsense would have it, the Euro is predestinated to turn European neighbors into enemies. The chickens come home to roost: arrogant German intransigence earns a clever tit-for-tat response.

Long story short, Italy has very few options for improving its situation by staying in the euro.  In fact, all of its incentives thanks to a strong current account surplus and discharging its obligations under TARGET 2, are to leave the euro-zone.

This is why Paolo Savona’s saying it would be better if Germany left the euro, rather than Italy, because it highlights the underlying problem perfectly, that Germany has been sucking the continent dry through currency arbitrage.

Germany leaving would be similar to issuing a new lira, as the euro would drop 20% overnight (at least) and that adjustment would turbo-charge the rest of Europe and begin re-balancing the scales.
It would also assist Spain who wouldn’t benefit as much at this point from leaving the euro (see the Zerohedge article linked above) because of its less favorable foreign net investment position.

The bottom line for both countries is simply the old adage when you owe the bank a thousand dollars it’s your problem and when you owe the bank a trillion it’s theirs.
Colour added.

The source

Ein genialer Zug der Italiener: warum nicht einfach das Land aus dem Euro schmeißen, das für das Leid der anderen Länder verantwortlich ist. Dann wäre auch der Weg dafür frei, die neue Eurozone vom neoliberalen Austeritätswahn zu befreien. Die Verabschiedung der Deutschen aus dem Euro würde praktisch bewirken, dass gewissermaßen eine neue Lira entsteht, denn der neue Euro würde um mindestens 20 % an Wert verlieren und die in der Eurozone verbleibenden Volkswirtschaften würden einen Riesensprung in Sachen Wettbewerbsfähigkeit machen und – wie zu hoffen ist – sich klugerweise eine gemeinsame Fiskalpolitik „genehmigen“.  Oder sie würden, was mir derzeit ebenfalls sinnvoll erscheint, die Gelegenheit nutzen, eine geordnete Auflösung der EU vorzunehmen.

Das wahre Motiv Deutschlands, sich auf das Euro-Abenteuer einzulassen und das übrige Europa in einen Austeritätskäfig zu sperren, besteht darin, der europäischen Konkurrenz das Instrument der Währungsabwertung zu nehmen. Über den Trümmern dieser ganz und gar nicht auf europäische Harmonie und Solidarität ausgerichteten Euro-Ambition Deutschlands würde bald nur noch eine Rauchwolke schweben. Europa wäre einstweilen wieder einmal vor den Hunnen gerettet.

Euro (12) — The Undemocratic Nature of the EU

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Tony Benn is putting his finger on the undemocratic nature of the EU.



Listen to Tony Benn anticipating in 1975 the present disenfranchisement of the electorates of Europe by the European Leviathan.



Sunday, 3 June 2018

(5) Wynne Godley on Europe, Euro Based on Verbiage

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Image credit. Click on the facsimile to enlarge it for comfortable reasing.


The above article by Wynne Godley published by The Observer in August 1997 offers a fine glimpse at the flippant verbiage on which the push to introduce the Euro had been based. 

Während die Verfechter  des Euros (hier ein gewisser Herr Currey) die Nachteile der angestrebten Währungsunion herunterspielen (Verlust von Souveränitätsansprüchen der Mitgliedsstaaten), erweisen sich die von ihnen in Aussicht gestellten Vorteile als trivial (etwas geringere Transaktionskosten vor allem). Godley wundert sich, wie sich aus den bescheidenen Vorteilen die Erwartung ableiten lässt, Europa würde infolge des Euros in der Lage sein, eine Führungsrolle in der Behandlung der großen globalen Herausforderungen einnehmen.

Interessant ist auch, dass Currey den Verlust an Souveränitätsansprüchen seitens der Mitgliedsstaaten mit dem Hinweis bagatellisiert, dass in unseren neuen Welt der Globalisierung der Nationalstaat ohnehin deutlich an Bedeutung verlöre. Das ist entschieden nicht der Fall. Aber die Bereitschaft, den Nationalstaat zugunsten supranationaler Einrichtungen ohne gute Gründe und nur aus ideologischem Eifer zu unterminieren, hat sich als hartnäckige Attitüde im neoliberalen Denken sowohl der regressiven Linken als auch in traditionell wirtschaftsliberalen Kreisen eingebürgert.

Überdies bemerkt Godley die sonderbare Neigung der Verfechter des Euros unter argumentativem Druck, der die Hohlheit ihrer Argumentation aufdeckt, plötzlich die ökonomischen Begründungen fallen zu lassen, um zu offenbaren, dass es beim Euro eigentlich um politische Ziele gehe.

Es werden sich, behaupten sie dann, die angemessen Institutionen schon entwickeln und es sei naiv jetzt schon wissen zu wollen, wie diese Evolutionsprodukte denn einst aussehen werden. Ein typisches Muster lavierender Rhetorik.

Inzwischen hat sich herausgestellt, dass das leichtfertige Nichtbeachten von Godleys Mahnung, man müsse die Struktur der neuen Institutionen gründlich durchdenken und klar festlegen, bevor man mit dem Euro-Projekt Ernst macht, wie von ihm befürchtet, zur Dauerkrise der Währungsunion geführt hat.

In seiner klarsichtigen Analyse erkennt Godley, dass die angeblich unbedeutenden Einschränkungen der wirtschaftspolitischen Souveränität der Mitgliedsstaaten diese über kurz oder lang in große Schwierigkeiten bringen müssen, die vor allem auf dem Rücken der Bevölkerung und besonders der Schwächsten darunter ausgetragen werden. Die Staaten geben ihre Währungssouveränität auf (ihre Fähigkeit, die eigene Währung zu emittieren), verzichten also auf eine eigene Zentralbank und akzeptieren gleichzeitig eine geldwirtschaftliche Konstruktion dergestalt, dass ihr fiskalpolitischer Spielraum zu stark eingeschränkt wird, um gegebenenfalls dringend benötigte konjunkturpolitische Korrekturen vornehmen zu können, ohne dass eine Institution in der Eurozone vorgesehen ist, die diesen gefährlichen Verlust fiskalpolitischer Spielräume auf nationaler Ebene, surpranational auszugleichen vermag.

Auch wenn die EU ihre eigenen Gesetze großzügig bricht, wenn es den dominanten Kräften, allen voran Deutschland, danach ist, und so inzwischen auch duldet, dass die EZB die Staatsverschuldung bestimmter Mitgliedsstaaten finanziert, den entsprechenden Ad-hoc-Aktionen liegt kein solider demokratischer Rahmen zugrunde; vielmehr hat man es mit Willkürentscheidungen eines beschränkten Kreises an Technokraten zu tun, die weiterhin darauf bestehen, die Fähigkeit eines Landes, einen Aufschwung bei sich zu ermöglichen, mit schmerzlichen Austeritätsauflagen torpedieren. Die EZB bewahrt diese Staaten zwar vor der Insolvenz, knebelt sie aber zugleich in einer Weise, sodass ein Aufschwung nicht darstellbar und weite Teile der Bevölkerung weiterhin auf sinkendem Niveau darben müssen. 

Theoretisch würde die Schaffung einer europaweiten Fiskalpolitik das Problem lösen. Doch diese müsste (1) sich von den Austeritätsdogmen, die dem Euro zugrunde liegen, verabschieden. Außerdem sollte sie (3) demokratisch legitimiert und (3) befähigt sein, Maßnahmen zu ergreifen, die von den Mitgliedsstaaten als fair angesehen werden.

Für alle drei Punkte gilt meines Erachtens, dass ihre Erfüllung außerordentlich unwahrscheinlich ist.

Versuche, sich diesen Notwendigkeiten anzunähern, dürften die Widersprüche und inneren Konflikte der Zwangsgemeinschaft nur noch verschärfen. Über kurz oder lang wird sich zeigen, wie wichtig der Nationalstaat ist und, dass man künftig auf der Hut sein sollte vor supranationalen Hirngespinsten wie der europäischen Währungsunion.

Talking to Your Teddy Bear — A Comment Concerning Green Infantilism

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I have left this comment here.


tom0mason, I agree with you — especially with the last paragraph of your above comment.

We human beings are incapable of experiencing a pure juxtaposition of man here and nature there, as if in the presence of two personalities or parties capable of holding rights.

There is only one way for us to experience nature: through OUR perception of her. This implies that for man nature is always his relationship with nature. We cannot damage nature or do nature good. All we can do is affect our relationship with nature in ways hat WE deem positive or negative.

Nature isn't a moral agent and she is incapable of arguing with us or anyone else. This being so, the best option for mankind to deal with nature is to shape our relationship with her to OUR own best advantage.

Humankind has been very good at this for millions of years, turning its biggest enemy — nature — into its servant.

This is because the resources offered by nature may be limited, but human ingenuity is not. It does not decline with use, rather to the contrary. The network of human experience and intelligence is growing all the time, allowing our species to come up with new and ever improved ways of harnessing nature to make us safe and comfortable.

History clearly shows that humans are extraordinarily good stewards of (a benign relationship between man and) nature, and have never been more successful at this stewardship than today.

This is what we ought to be proud of, opposing the perverse reversal of the truth by green zealots who try to reframe our ideals under the central tenet of a new religious dogma according to which man is born with a sinful disposition to do harm to nature (Gaia).

At the risk of repeating myself: I refuse to use phrasings like "man is hurting nature" or "man is healing nature". They are based on infantile anthropomorphism (like a discussion with your teddy bear). All we can speak of is the relationship of man with nature as man perceives it. And of this relationship I claim it has been managed fantastically well, especially since man has learned (a) to escape the Malthusian trap and (b) harness fossil fuels.

Euro (11) — Faulty Euro-Design: EU-Immiseration under German Whip

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The permanent crisies of. the EU is due wholy to ideological oburacy that insists on policies that contradict sound economics.

Die fortwährende Krise der EU verdankt sich einzig und allein ideologischer Verstocktheit, die auf eine Wirtschaftspolitik besteht, die im Widerspruch zu seriöser ökonomischer Analyse steht.

An recent insightful interview with Belgian currency expert Paul De Grauwe is avaiable both in German and English:

Ein erkenntnisreiches Interview mit dem belgischen Währungsexperten Paul De Grauwe liegt sowohl in deutsch als auch englisch vor:


Saturday, 2 June 2018

Euro (10) — No Magic Upper Limit for Deficits, The State of the Economy Matters

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Bill Mitchell explains the unwisdom of the Eurozone's design, which tends to force member countries to engage in procyclical policies that — instead of averting crises — reinforce their downward trend. He explains that an economy can only recover when spending is increased, not when it is decreased ("austerity"). Demands for procylical austerity are of an ideological nature, they are not backed up by sound economics.

Bill Mitchell äußerst sich zur unklugen Konstruktionsweise der Eurozone, die ihre Mitgliedsstaaten dazu zwingt, prozyklische Wirtschaftspolitik zu betreiben, die, statt Krisen abzuwenden, diese verstärkt. Er führt aus, dass die Wirtschaft sich nur dann erholen kann, wenn die Ausgaben steigen, nicht wenn sie fallen (wie dies von der Austeritätspolitik der EU behauptet wird). Prozyklische Austerität widerspricht den Erkenntnissen seriöser Wirtschaftstheorie und stellt vielmehr ideologisches Wunschdenken dar.

The purpose of fiscal policy [i. e. government spending and taxation] is not to generate a surplus or a balance or a deficit of 1 % of GDP [but] to ensure that there is enough spending in the economy to create full employment and prosperity and allow the non-government sectors savings desires to be realised.

Der Zweck der Fiskalpolitik [d. h. der Zweck von Staatsausgaben und Besteuerung] besteht nicht darin, einen Überschuss oder ein ausgeglichenes Saldo oder ein Defizit von 1 % zu erzeugen, sondern dafür zu sorgen, dass das Niveau der Ausgaben in der Wirtschaft ausreichend ist, um Vollbeschäftigung zu gewährleisten und es dem nicht-staatlichen Sektor zu gestatten so viel zu sparen, wie er möchte.
[...]

Cutting government spending at a time when non-government spending is falling is the height of irresponsibility.

Die Staatsausgaben herunterzufahren zu einem Zeitpunkt, zu dem nichtstaatliche Ausgaben rückläufig sind, ist der Gipfel der Verantwortungslosigkeit.

Welchen Umfang (z. B. 1 %, 3 %  oder 6 %) ein Überschuss oder ein Defizit des Staatshaushalts ausweist, ist per se eine Information, die sich nicht bewerten lässt. Dazu benötigt man Informationen zum Kontext, d. h. zur Lage, in der sich die Wirtschaft befindet.

Was wichtig ist, sind nicht spezifische Zahlenwerte, wie etwa das im Maastrichter Vertrag die widersinnigerweise in Stein gemeißelte Obergrenze für das Haushaltsdefizit der Mitgliedsstaaten von 3 % des BIP. Wichtig ist die Verfassung der Wirtschaft, der Punkt, an dem sie sich im Konjunkturzyklus befindet.

Es ist nicht der Staat, der den Konjunkturverlauf letztendlich bestimmt (auch wenn die Wirtschaftspolitik Einfluss auf diesen ausüben kann), sondern das Ausgabe- und Sparverhalten des nichtstaatlichen Sektors. Denn falls der nichtstaatliche Sektor sein Einkommen verstärkt in Ersparnisse umwandelt, dann ist es unumgänglich für den Staat, sein Haushaltsdefizit zu erhöhen, da sonst die Wirtschaft unweigerlich von einer Rezession erfasst werden wird.

Geringere Ausgaben des Privatsektors bedeuten, dass weniger gekauft wird, die Lagerbestände der Firmen nehmen zu, ihre Einnahmen fallen, die Geschäftsaussichten verdunkeln sich, sodass sie die Produktion herunterfahren und Mitarbeiter entlassen, mit der Folge, dass nun noch weniger ausgegeben wird und eine konjunkturelle Abwärtsspirale in Gang kommt.

Wenn in dieser Situation, der Staat darauf verzichtet, seine Ausgaben und damit gegebenenfalls das Haushaltsdefizit zu erhöhen, wird das Haushaltsdefizit ohnehin steigen müssen (allerdings ohne den erfreulichen Effekt, die Wirtschaft wieder anzukurbeln). Denn wenn die Einnahmen der Unternehmen sinken und die Arbeitslosigkeit steigt, fallen die Steuereinnahmen des Staats, während seine Sozialausgaben zunehmen.

Es sind, wie gesagt, nicht spezifische Zahlenwerte maßgeblich oder eine (philosophische/ideologische) Präferenz für Defizit, Überschuss oder einen ausgeglichenen Saldo des Staatshaushalts, sondern die Frage, wie viele Menschen arbeitslos sind und wie leistungsstark die Wirtschaft ist. In einer überhitzten Konjunkturphase kann es angemessen sein, einen Haushaltsüberschuss zu erzwingen und damit Kaufkraft aus dem nichtstaatlichen Sektor abzuzweigen. 

Euro (9) — Creating Credit- and Default Risk Where Non Existed Before, Thereby Stunting Fiscal Capacity

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In joining the Maastricht treatise, formerly fiscally sovereign countries have saddled themselves with credit- and default risk that they did not carry before and accepted a significant stunting of their fiscal capacity, i. e. their ability to run countercyclical fiscal policies to counteract and avoid economic downturns, adjusting the budget to keep the economy balanced at the level of full employment.

The question put to Bill Mitchell is whether the Spanish government, being a member state of the Eurozone, is in a position to increase the public debt to reduce unemployment, i. e. pursue socially responsible, countercyclical strategies of public finance. His answer:






Writes Bill Mitchell here.

Let us be absolutely clear:

1. The private bond markets have no power to stop a currency-issuing government spending.

2. The private bond markets have no power to stop a currency-issuing government running deficits.

3. The private bond markets have no power to set interest rates (yields) if the central bank chooses otherwise.

4. AAA credit ratings are meaningless for a sovereign government – they can never run out of money and can set whatever terms they want if they choose to issue bonds.

4. Sovereign governments always rule over bond markets – full stop.

Matters are different when a currency-issuing government gives up its monetary sovereignty by replacing its own currency with a foreign currency. This is exactly what the EU-member states have done by joining the European Monetary Union ("the Euro").

That is they have created a situation whereby they have accepted detriment they were not exposed to before, as now they are liable

  • to be hindered to spend as they see fit,
  • to be hindered to expand the fiscal deficit as they see fit,
  • to lose the ability to determine the level of interest rates,
  • to lose the ability to issue enough currency to stay solvent under any conceivable economic conditions.
Now, the only institution that has the ability and may deign to intervene to avoid the insolvency of an EU-country and finance the deficit of a member state is a bureaucracy called European Central Bank (ECB). The economic fate of a country is removed from the processes of democratic control and shifted to technocrats clearly in the service of the neoliberal agenda of austerity.

By contrast, by exiting the Eurozone, what member states like

... Greece would get back would be its own central bank and its currency issuing capacity. It would then move from using a foreign currency and having to fund all its public spending via taxes and then borrowings (now bailouts) to a situation where it issued its own currency and became free of any financial constraints.

Its Euro-denominated debt would fall to zero.

Its capacity to spend would not be constrained by tax revenue and it would be in a position to pursue whatever growth strategies it thought suitable for its citizens and industry structure.

The Report seems to misunderstand that being in the Euro imposes constraints that would not persist if Greece was out of the Eurozone. That is the whole point of exiting – to restore currency sovereignty and create possibilities that are non-existent within the Euro.

For more on the reasons, the processes and the consequences of government defaults go here and here and here and here.

Friday, 1 June 2018

Every Economy Is a Mixed Economy

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I have replied to Nick in this thread, deploring what tends to get ignored or neglected in formalistic-stereotypal economics: the fact that economies are first and foremost social and political events:

The points you are making in your above comment are very important. One of the biggest dangers in development economics is compartmentalisation. Every country is an individual. Stereotyping is the beginning and the texture of ideology, and ideology is misrepresentation. Paying attention to details and specific circumstance is of the utmost significance in devising sensible policies. But somehow we humans feel attracted to ideal types and overly categorical dichotomies as between puristic conceptions of "free markets" and "socialism". Every economy is a mixed economy, with elements of a spontaneous nature and elements of political intervention. As you rightly argue "the political and institutional aspects" are at least as important as specific (types of, say industrial) policies, and I would suggest that without a good grasp of concrete politics and institutions one is bound to fail to understand the character and individuality of a country, i.e. the conditions for success and failure specific to it.

See also Free Trade and Imaginary Markets

Eco-Gullibity Exploited to Divert Money to EU-Commission


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English summary below / englische Zusammenfassung unten


Der öko-industrielle Komplex am Werk. 

Der Umgang des politischen Konsumenten mit der Natur beschränkt sich größtenteils auf das Drehen politisch korrekter Gebetsmühlen. Sein  Umweltbewusstsein ist von schablonenverliebter Naivität, leichtgläubiger Oberflächlichkeit und unkritischem Nachbeten geprägt. Die Verwandlung eines komplexen Themenbereichs in ein ideologisch verzerrtes Arsenal unsachgemäß vereinfachender stereotyper Phasen ist das Werk des unsere Kultur maßgeblich bestimmenden öko-industriellen Komplexes (OINK), dem auch die EU-Kommission angehört.

So warf denn der OINK dem ökoverblödeten Volk kürzlich wieder eine markige Mär vor die Füße – unsere vermeintliche Schuld an der Vermüllung der Ozeane – und schon war damit der Zuspruch der Bevölkerung für eine Maßnahme gesichert, die sich die EU-Kommission, in diesem Fall, zu keinem anderen Zweck als zur eigenen Bereicherung ausgedacht hat.

Die Kommission braucht nicht zuletzt wegen des britischen Austritts mal wieder Geld. Und wie lässt sich das Geld am bequemsten beschaffen? Nun, ganz einfach: Die Kommission ruft: „Umweltkatastrophe, Ihr Leute! Hilfe! Wir müssen dringend handeln ...“ – und eine der EU-Kommission zufließende Steuer ins Leben rufen.

Frank Schäffler, Mitglied des Bundestags schreibt dazu:

EU-Vizekommissionspräsident Jyrki Katainen schlägt daher für die Kommission vor, zehn Einwegprodukte zu verbieten, die seiner Aussage nach 70 Prozent alle Abfälle im Meer verursachten. Ob das den Fischen im Pazifik oder Indischen Ozean hilft? EU-Kommissar Oettinger will erreichen, dass die EU-Länder, die nicht eine Recyclingquote von mindestens 80 Prozent erreichen, für jedes Kilo eines nicht wiederverwerteten Kunststoffs 80 Cent an die EU zahlen müssen. Ein Trinkhalm müsse ja nicht aus Plastik sein, so der Schwabe. Oettinger erhofft sich rund 4 bis 8 Milliarden Euro zusätzliche Einnahmen der EU. Damit hätte er als zuständiger Haushaltskommissar einen Großteil seiner Haushaltsprobleme gelöst. Doch bei all dieser fiskalischen Akribie ist es schon notwendig, den Vorschlag insgesamt einmal zu bewerten.

Unter den 10 größten Verschmutzern der Ozeane mit Plastikmüll ist kein einziges Land der EU. Auf Platz 1 steht China, gefolgt von Indonesien, den Philippinen und Vietnam. Dass heimischer Plastikmüll über die Werra, Weser und die Nordsee in den Atlantik gespült wird, ist eher unwahrscheinlich. Und dass Plastikmüll aus Österreich über die Donau, das Schwarze Meer und das Mittelmeer in den Atlantik gelangt ebenfalls. Noch unwahrscheinlicher ist es, wenn ein Luxemburger seinen Plastikmüll einfach in die Landschaft schmeißt, dass dieser im Ozean landet.

Ist die Müllentsorgung überhaupt eine Aufgabe der EU? Es wäre vielleicht der Fall, wenn Müll aus einem Land in ein anderes Land der EU gekippt würde. Das Problem scheint nicht zu existieren. In Deutschland herrscht ein sehr ausgeklügeltes System der Mülltrennung – vom Dosenpfand bis zum Grünen Punkt ist alles geregelt. Über den Sinn und Unsinn der Trennung in Deutschland in zahlreiche Müllfraktionen macht man sich auf der ganzen Welt lustig. Aber so sind wir halt. Die Wiederverwertungsquoten sind hoch und die thermischen Verbrennungsanlagen entsprechen dem Stand der Technik. Gibt es überhaupt einen Handlungsbedarf? Auf nationaler und insbesondere auf europäischer Ebene sicherlich nicht.

Lesen Sie mehr dazu hier bei Frank Schäffler:. 

English summary:

Under the aegis of the green rabble-rousers, the level of ecological literacy has been massively debased in Germany. For most people environmental concern is not brought into their life by personal stewardship of nature and meticulous personal study but by doctrinaire stereotypes that the media are incessantly bombarding everyone with. Ecological literacy and scientific correctness are replaced by fairy tales of apocalyptic horror and a liturgy of political correctness. The population has been conditioned to linger in a permanent standby mode, ever ready to explode into shock and indignation at the flimsiest insinuation of some damage yet again being done to nature. 

To be ecoconscious is to deeply believe that nature is permanently tormented and destroyed by man. To be ecoconscious does no longer mean to carefully acquaint oneself with nature. To be ecoconscious is to live in a state of pent-up hysteria ever ready to burst out. 

The masses being conditioned in that way, ecological stereotypes are a perfect means for politicians to elicit popular agreement with their agendas. The political consumer is literally waiting to be incensed by tall stories of ecological horror. 

To be ecoconscious today amounts to being a Pavlovian dog ready to salivate at the sound of green bells unfailingly signalling perdition.

Recently the cash-strapped EU-comission has found a way to invent a tax whose proceeds are destined to line its coffers. The trick it is using is to claim that Europe is responsible for the pollution of the oceans with plastic items, and a tax is urgently needed to curb this European crime. Of course, the people are duly enthused with the prospect of yet another heroic act of saving the world, while the commission is getting copiously rewarded for having pitched a false but popular tale.

To all intents and purposes, Europe has nothing to do with the pollution of the oceans with plastic items; we have learned to avoid such pollution a long time ago. 

But the truth does not matter as long as the people are offered the fairy tale they are craving to hear. Germans will even let the green masters take their diesel cars away from them, and while some among them might actually have the audacity not to like it, their only concern is to be obedient and find the best way of complying with the ban, rather than protesting against the fraudulent nature of the law which is based on pure fabrication. Before long, their subconscience is telling them, man being an incessant perpetrator of ecological desasters, why, at the end of the day, there must be something to the diesel-story.