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Thursday, 24 January 2019

Europe, Sick Man of the World Economy — Europa, kranker Mann der Weltwirtschaft?

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Zwei Zitate: Bridgewater vermutet, dass die nächste Krise von Europa ausgehen wird, und Draghi bestätigt prompt wenige Tage später, dass das Wirtschaftswachstum in Europa zunehmenden Risiken ausgesetzt sei.

Two quotes: Bridgewater suspects that the next crisis will emerge from Europe, and just a few days later Draghi confirms that economic growth in Europe is facing increased risks.


Quote 1:

And while Bridgewater is clearly bearish on developed markets such as the US  [... c]uriously, Jensen does not believe the next market swoon will emerge from the US; instead he said "European markets will be the first test" as the region is "starting from a worse level in terms of the economy, lower inflation - close to deflation in many places - and already have negative interest rates" adding that "their movement will be kind of a leading indicator because they’re going to struggle more with easing” than the U.S. or China, which have "more tools available to them."

The source.


Quote 2:

"The risks surrounding the euro area growth outlook have moved to the downside on account of the persistence of uncertainties related to geopolitical factors and the threat of protectionism, vulnerabilities in emerging markets and financial market volatility"
As a reminder, in Draghi's last statement, the central banker said "the balance of risks is moving to the downside" confirming not only that the European economy is now on the verge of contraction, but that this chart, showing that the Eurozone is now effectively in a recession has not been lost on the ECB.



Monday, 21 January 2019

Hondas Grown in Illinois — Der Anbau von Hondas in Illinois

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A post in German and English.

Einige unter den führenden Anhängern von MMT können sich einfach nicht von der Behauptung lösen, dass Exporte Kosten und nichts als Kosten darstellten, wohingegen Importe nutzenstiftend seien und nur nutzenstiftend. Auf einer bestimmten Ebene der Analyse – und die ist relevant für den gegenwärtigen Zweck – ist es eben wichtig, Export und Import als einen Verbundeffekt zu betrachten statt als zwei dichotome Phänomene.

Der von Bill Mitchell vertretene Irrtum wurzelt in dieser Aussage – siehe unten im Original – frei übersetzt: 

Exporte bedeuten, dass wir etwas Reales, wofür wir selbst Verwendung haben, an Fremde abgeben.

Gemeint ist also ein durch nichts kompensierter Nutzenverzicht zugunsten Anderer. Ein Akt der Schlechterstellung.

Doch dergleichen muss nicht im Spiel sein, wenn man Export und Import als einen Verbundeffekt ansieht. Selbst die Sicht auf Export und Import als dichotome Phänomene kann zeigen, dass Mitchells Annahme irrig ist.

Die Bewohner von Illinois haben mehr als genug Weizen, um die Bedürfnisse, die sie mit diesem Produkt stillen können, restlos zu befriedigen. Dennoch bauen sie noch mehr Weizen an – Weizen, den sie nicht benötigen. 

Zugleich haben die Bewohner Japans mehr als genug Pkw, um die Bedürfnisse, die sie mit diesem Produkt stillen können, restlos zu befriedigen. Dennoch stellen sie noch mehr Pkw her – Pkw, die sie nicht benötigen.

Die Bewohner von Illinois haben keine Autoindustrie und die Japaner haben nicht genug Weizen. Deshalb verschiffen die Menschen aus Illinois Weizen nach Japan, während die Japaner Pkws von Japan nach Illinois verfrachten. Die Bewohner von Illinois und Japan tauschen also das, was sie nicht benötigen, gegen das aus, was sie benötigen. Keine der beiden Parteien erleidet einen schmerzlichen Verlust dringend benötigter Realressourcen. Im Gegenteil, sie geben ab, was sie gerne abgegeben, um zu erhalten, was sie sich wünschen.

Natürlich entstehen Kosten bei der Bereitstellung des Exportguts, aber diese ermöglichen den Bezug eines gewünschten Gutes, dessen Verwendung einen Wert besitzt, der höher ist, als die Exportkosten. Die Kosten des Imports sind nicht Opportunitätskosten, die einen schmerzlichen Verlust bezeichnen, sondern die Kosten für den Erwerb eines gewünschten und anderweitig nicht beziehbaren Gutes – zum günstigsten Austauschverhältnis, das möglich ist (denn Eigenherstellung, wenn überhaupt möglich, wäre teurer als Bezug vom günstigsten Exporteur).

Wäre man nicht bereit, die mit dem Export verbundenen Kosten in Kauf zu nehmen, würde man also gar nicht erst exportieren, wäre der durch den Export ermöglichte Nutzen (Bezug gewünschter Waren) nicht zu erzielen und man wäre ärmer/weniger wohlhabend als nötig.


One of the pet themes of some proponents of MMT is this:

For an economy as a whole, imports represent a real benefit while exports are a real cost. 
Exports mean that we have to give something real to foreigners that we could use ourselves – that is obviously an opportunity cost.
  
Imports represent foreigners giving us something real that they could use themselves but which we benefit from having. The opportunity cost is all theirs!

I beg to differ. Americans purposefully enlarge the number of real things (wheat) available to them domestically being intent on exporting them, while the Japanese produce more real things (cars) than they can use domestically in a similar and complementary eagerness to export them to America.

The error in the quoted reasoning is to suggest that something is being given away "that we could use ourselves". No, says the American, we cannot use still more wheat and therefore are happy to give up the surplus attaining in return something (cars) we are not good at/capable of producing but "that we could use ourselves" — and how!

Of course, imports involves costs. But these costs are not the expression of an absolute loss (of what "we could use ourselves" but must give up without compensation) but the price to be paid for a good desired and received at the best possible exchange rate.

Not incurring the costs associated with exports that give access to desired imports (a benefit from exporting) would imply needless impoverishment.

Friday, 18 January 2019

Hysteresis Jitters – Nervöse Hysteresis

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A post in German and English.


Hysteresis bedeutet, dass ein Effekt erst verzögert auf seine ihn auslösende Ursache reagiert. Mit ihren vorprogrammierten Handelsstrategie erzeugen und verstärken große Marktteilnehmer neue Trends, die irgendwann unwiderstehlich werden für andere kleinere Händler, deren Markteintritt den Trend übersteigert, sodass es schließlich zu einer harten Gegenbewegung kommt.

Hysteresis means that an effect lags the incidence of its cause. With their predetermined trading strategies large market players carve new trends out and strengthen them until smaller traders jump on the bandwagon exaggerating the trend and triggering a backlash. 

Laut waren die Stimmen, die die Algorithmen des automatischen Handels für den Markteinbruch im Dezember verantwortlich machten. Sie sind jetzt stumm. Doch obwohl sie darauf verzichten, den starken Kursanstieg dem automatischen Handel „anzulasten“, wissen viele Anleger und Händler sehr genau, dass die Markterholung keinen organischen Charakter hat. Sie ist darauf zurückzuführen ist, dass Händler mit vordefinierten Handelsstrategien automatisch kaufen, sobald bestimmte Schlüsselsignale zur technischen Verfassung des Marktes berührt werden.

... while everyone was blaming the algos for the December meltdown, even though nobody has "accused" the algos of creating the ongoing meltup, investors and traders know very well that the move higher is not organic, but is purely the result of systematic, algo and various other quant traders forcibly buying as a result of key technical market levels being hit.

Sunday, 13 January 2019

Oversold Reverses Back Into Overbought

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A post in German and English.


Lance Robert ist vorsichtig. Er glaubt nicht, dass sich der Bullenlauf verstetigen wird. Lance meint, dass der Markt sich wieder in den als overbought bezeichneten Bereich hineingeschoben hat und massive Widerstandslinien den Fortgang dieses Trends blockieren.

Oversold bedeutet entweder im Sinne der Fundamentalanalyse, dass ein Aktienwert nicht mehr verkauft werden sollte, weil er sein legitimes Bewertungsniveau erreicht hat. Wer jetzt noch verkauft, der betreibt "Überverkauf", sprich: bekommt weniger, als der Titel eigentlich wert ist.

Oversold kann auch im Sinne der technischen Analyse bedeuten, dass ein Aktienwert soweit gefallen ist, dass er einen technischen Wendepunkt berührt, einen unteren Wert, von dem aus ein ansteigender Trend für den Kurs zu erwarten ist,

Overbought – mutatis mutandis.

Lance Roberts nimmt die gegenwärtige Lage, da nicht klar ist, welcher Trend sich wann wie stark durchsetzt, zum Anlass, sein Portfolio insgesamt konservativer zu positionieren: Aktien, die schlecht abgeschnitten haben, abzustoßen, den Anteil an Anleihen und Cash auszuweiten, die Stops enger zu setzen und ein Buch mit Short-Positionen aufzubauen.

Writes Lance Robert:

Last week, we discussed the fulfillment of our expectations for a bull rally. While the rally was attributed to the rather “dovish” stance taken by Jerome Powell and commentary from the White House on potential progress on resolving the “trade war” with China. The reality is it had little to do with those headlines but was simply a reversal of the previous “exhaustion extreme” of sellers during November and December. 
The rally, as we laid out two weeks ago, continues to work within the expected range back to 2650-2700. 


Importantly, the previous deep oversold” condition which was supportive of the rally following Christmas Eve has now been fully reversed back into extreme “overbought” territory. While this doesn’t mean the current rally will immediately reverse, it does suggest that upside from current levels is likely limited. 
Nonetheless, the rally from the December lows has been impressive. However, I want to caution investors from extrapolating a deeply oversold bounce into something more than it is.

[...]

We noted previously that we remain long many of our core holdings and in November and late December added positions in companies which had been discounted due to the market’s downdraft.
This past week, we did reduce our equity exposure by 6% to remove some positions which have not been performing as well as expected. 
The risk to the market remains high, but that doesn’t mean we can’t make money along the way.
Until the bullish trend is returned, we will continue to run our portfolios with a bit higher level of cash, fixed income, and tighter stops on our current long-equity exposure. 
We are excited about the opportunity to finally be able to add a “short book” to our portfolios for the first time since 2008. It is too early in the market transition process to implement such a strategy, but the opportunity is clearly forming. 

Source.

Thursday, 10 January 2019

Fed's Defensive Rate Cut Sign of Recession — Defensive Zinssenkung verrät bevorstehende Rezession

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Der verräterischste Vorbote für eine Rezession ist nicht das Anziehen des Leitzins, sondern die erste Leitzinssenkung nach einer längeren Phase, in der die Zinsen wieder gestiegen sind/angehoben wurden.

Over the weekend, we pointed out a concerning statistic: it's not the rate hikes that stifle economic growth and send stocks sliding that traditionally telegraph the start of a recession - it's the first rate cut following a tightening cycle that is usually the trigger. Case in point: the last three recessions were all preceded with the Fed cutting, i.e., the Fed loosened policy within three months before the previous three recessions, cutting by 0.25% in 1991, 1.5% in 2001 and 0.5% in 2007.

Friday, 4 January 2019

Shares and the Real Economy — Aktien und die Realwirtschaft

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A post in English and German-


In einem lesenswerten Artikel (siehe Ausschnitte unten) berichtet Lance Roberts, dass Analysten die Marktentwicklung systematisch überschätzen, bilanztechnische Schönfärberei selten aufdecken und meist weitergeben als entsprächen sie der Wahrheit. Seit 2009 sind nur 11% des Anstiegs der ausgewiesenen Unternehmensgewinne auf wachsende Umsatzerlöse zurückzuführen.

Die hohen Gewinnprognosen stehen auf einem zerbrechlichen Podest. Im Hintergrund braut sich das Gewitter einer Rezession zusammen.


These “gimmicks” to boost earnings, combined with artificially suppressed interest rates and massive rounds of monetary interventions, unsurprisingly pushed asset prices to historically high levels. However, as noted, the boost to “profitability” did not come from organic economic growth. As I showed previously:
“Since the recessionary lows, much of the rise in ‘profitability’ has come from a variety of cost-cutting measures and accounting gimmicks rather than actual increases in top-line revenue. While tax cuts certainly provided the capital for a surge in buybacks; revenue growth, which is directly connected to a consumption-based economy, has remained muted. 
Here is the real kicker. Since 2009, the reported earnings per share of corporations has increased by a total of 391%. This is the sharpest post-recession rise in reported EPS in history. However, the increase in earnings did not come from a commensurate increase in revenue which has only grown by a marginal 44% during the same period. This is an important point when you realize only 11% of total reported EPS growth actually came from increased revenues.”

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Way Too Optimistic

With share buyback activity already beginning to slow, the Federal Reserve extracting liquidity from the financial markets, and the Administration continuing their “trade war,” the risks to extremely elevated forward earnings estimates remain high. We are already seeing the early stages of these actions through falling home prices, automobile sales, and increased negative guidance for corporations.
If history, and logic, is any guide, we will likely see the U.S. economy pushing into a recession in 2019 particularly as the global economy continues to weaken. This is something both domestic and global yield curves are already screaming is an issue, but to which few are listening.
Currently, analysts’ forward earnings estimates are still way too lofty going into 2019. As I noted in the recent missive on rising headwinds to the market, earnings expectations have already started to get markedly ratcheted down for the end of 2019. In just the last 45-days the estimates for the end of 2019 have fallen by more than $14/share. The downside risk remains roughly $10/share lower than that and possibly much more if a recession hits.

Thursday, 3 January 2019

Yen Carry Trade — Zinsarbitrage Yen-Dollar


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A Post in German and English.

Zinsarbitrage zwischen Yen und Dollar funktioniert zurzeit so: Man leiht sich Geld in Japan, wo die Zinsen niedrig sind, tauscht die geliehenen Yen gegen US-Dollar, die dann in den Vereinigten Staaten zu einem höheren Zisnsatz angelegt werden. Bei entsprechenden Devisenrelationen streicht man durch Ausnutzung des Zinsunterschieds (vielleicht auch noch zusätzlich durch eine vorteilfhafte Währungsbewegung) einen Gewinn ein.

Wenn allerdings der Dollar schwächer tendiert gegenüber dem Yen kann es sein, dass der Arbitragegewinn reduziert, egalisiert oder überkompensiert wird.

Oops:

"Picking up pennies ahead of a steam roller" and “up the escalator and down the elevator shaft” 
These are the two of the most commonly used expressions to characterise the dynamics of FX carry trades. That is, you steadily pick up small returns for months before you lose it all in one day. Today’s collapse in USD/JPY from around 109.5 to an intraday low of 104.9 can be seen in that light. That low essentially reverses the almost 10% spot gains seen since the eerily similar USD/JPY low of 104.7 in April 2018 (see first chart).

The source / Quelle

A good article here on the Yen carry trade:

The yen carry trade is when investors borrow yen at a low interest rate then exchange it for either U.S. dollars or a currency in a country that pays a high interest rate on its bonds
These forex traders earn a low-risk profit. They receive high interest rates on the money invested, but pay low interest rates on the money borrowed. The currency broker pays the difference into the trader's account each day.


Rotten Apple — Ankerwert Apple inzwischen ein fauler Apfel?

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A Post in German and English.

Bröckelt Apple – einer der markttreibenden Hyperaktien, die unter der Abkürzung FAANG (Facebook, Apple, Amazon, Netflix, Google) zusammengefasst werden? 

Keine Absatzsteigerung (unit growth), sinkender Marktanteil, mangelnde Innovationen, zu hohe Preise – alles Defizite, die während der letzten zwei Jahre schon zu erkennen waren, und einige wenige dazu bewegt haben, schon seit längerem bei Apple Vorsicht walten zu lassen.

While Apple stock plunging this morning and dragging the market and the Nasdaq lower, there were those (few) analysts and traders who were not surprised by Tim Cook's "shocking" revenue guidance cut: “Warning flags were flying,” William Fleckenstein, a Seattle-based money manager who has shorted Apple for the last three months, told Bloomberg. “You could see the deterioration in the lack of unit growth over the last couple of years and the market share loss. It was only the mania that held the thing together and now that finally blew.” 
Fleckenstein warned that Apple may be a “value trap” if it fails to take steps to regain market share, such as lowering prices or innovating new products, especially if the global economy slows. 
“You’ve got them losing market share in a good period,” he said. “What’s going to happen in a bad period?” 
One reason the market is taking the news so badly: The technology giant’s warning was its first in almost two decades. “It’s hard to believe that a miss of this magnitude was not evident in December but we are dealing with a company that has no experience in how to guide down,’’ analyst Walter Piecyk at BTIG said via email.

Wednesday, 2 January 2019

Value Line Geometric Composite (VALUG) Causing Worries — VALUG bereitet Sorgen

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A Post in German and English.


Der Value Line Geometric Composite (VALUG) hilft, die Breite des Markts, also die Richtung, in die er sich bewegt, zu bestimmen. In Indizes, die nach der Marktkapitalisierung der in ihnen abgebildeten Unternehmen gewichtet sind, können besonders stark gewichtete Titel einen falschen Eindruck über den Zustand des Marktes hinterlassen – z. B. wenn sich ein einzelner, in der Gewichtung dominanter Wert positiv entwickelt, wohingegen die meisten anderen Titel sich in einem Abwärtstrend befinden. Für das Jahr 2019 verheißt der VALUG, wie es scheint, nichts allzu Erfreuliches, jedenfalls sieht es diese Quelle so:


... our favorite stock average, the Value Line Geometric Composite (VALUG). Once again, the VALUG tracks the performance of the median stock within a universe of approximately 1700 stocks. Its status as an extensive measure of the broad equity market is the reason it is our favorite barometer of the health of the overall U.S. market.

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So how ominous is this “false breakout”? We don’t want to make any specific predictions or prognostications, but the implications of a multi-decade triple top false breakout can’t be overstated. And combined with the high-risk status of our longer-term “background” indicators, this 4th quarter may have only been the first lap in a long-term bear market run. 
So as we wish everyone a very Happy New Year, we must do so against the backdrop of a potentially very difficult market climate. We wish we had better news, but we cannot pick and choose what type of market we have. And the reality is that 2019 may well be a very prosperous year — for the bears. For the bulls — or those passive investors just along for the ride — you might want to consider charting a different course.

Tuesday, 1 January 2019

Performance of Global Stock Markets 2018 — Entwicklung der globalen Aktienmärkte 2018

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Wertentwicklung weltweiter Aktienmärkte 2018 (in USD):

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Wertentwicklung weltweiter Aktienmärkte 2018 (in Landeswährung):

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20 Years of Low Returns — Zwanzig Jahre niedrige Renditen

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 A Post in German and English.


In den vergangenen 20 Jahren haben Aktienrenditen im historischen Vergleich schlecht abgeschnitten. Das hatte Folgen für das gesamte Marktumfeld: 

(1) aktives Portfolio Management wurde weniger erschwinglich – daher das verstärkte Interesse an passivem Management; 

(2) der Markt wurde in vielen anderen Bereichen zu größerer Kosteneffizienz gezwungen – Makler müssen mit ihren Gebühren "runter gehen", damit sich Geschäfte für ihre Kunden überhaupt noch lohnen; 

(3) Vermögensanlagegesellschaften müssen höhere Risiken in Kauf nehmen, um ihre Soll-Rentabilität zu erreichen; 

(4) Die Kapitalkosten der Unternehmen sind entsprechend niedrig. Aber es besteht eine Neigung, viele rentable Projekte liegenzulassen, in deutlich höher (als die tatsächlichen Kapitalkosten) rentierende Projekte zu investieren und darüber hinausgehende Erträge in Aktienrückkaufprogramme zu stecken, was unternehmenspolitisch opportun sein kann, makroökonomisch aber nachteilig ist. Kurzum: Das niedrigere Ertragsniveau verführt zur Suche nach hohen Erträgen am Kapitalmarkt, statt zu Realinvestitionen zu ermuntern. 

(5) Sollen bis 2038 bessere Erträge erzielt werden als in den zurückliegenden 20 Jahren, bedarf der Markt einer Auffrischung in Form neuer hoch rentabler Unternehmen.

Die Rede ist von rollierenden Erträgen („trailing returns“), also dem Durchschnitt von Periodenerträgen (Februar dieses Jahres bis März nächsten Jahres, März dieses Jahres bis April nächsten Jahres etc. statt eines einmaligen, für das Jahr möglicherweise weniger representativen Schappschusses wie der Ertragsentwicklung vom 1. Januar bis zum 31. Dezember.)


The bottom line: US stocks have just delivered some of their lowest 2 decades of compounded returns since the Great Depression, and that simple fact explains several macro business trends relevant to the financial services industry.

For example: Point #1: Low returns explain the rise of passive investing and the growth of exchange traded funds. 
...

Point #2: Low returns push equity market structure to become more cost efficient.

...

Point #3: Low equity returns force institutional asset owners to take more risk to make required rates of return (typically 7-10%).

...

Point #4: Low returns also imply a low equity cost of capital, which puts the current share buyback rage in a questionable light.

...

Point #5: In order to start seeing better long run returns, US stocks need a lot of new blood in the system.


The source.

Monday, 31 December 2018

Der (falsche?) Kitzel der Ökonomie (7) – Die klassischen Wurzeln der modernen Wirtschaftstheorie – Verleihbare Ersparnisse

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Fortgesetzt von hier.

Mein Interesse an den klassischen Wurzeln der zeitgenössischen Wirtschaftslehre entspringt der Beobachtung, dass die Annahmen dieser Urtheorie auch den heutigen Varianten der Gleichgewichtsökonomie zugrunde liegen.

Eine besondere Stellung nimmt die von der modernen Wirtschaftstheorie übernommene aber kaum ausdrücklich erwähnte Nebenbedingung ein, dass in der Modellbildung auf eine Wirtschaft Bezug genommen wird, in der es kein Geld gibt und stattdessen reiner Naturaltausch herrscht.

Kein Geld! Keine Wertaufbewahrungsfunktion des Geldes. Keine Banken. Keine Kapitalmärkte. Es existiert all das nicht, was unserer Wirtschaft einerseits zu prometheischem Wachstum verhilft, sie andererseits aber auch mit erheblichen konjunkturellen Risiken belastet.

Nur dieser ungewöhnlichen Annahme einer geldlosen Tauschwirtschaft ist es zu verdanken, dass etwas so Sonderbares wie das Saysche Gesetz zum Fundament der moderen Ökonomie geworden ist. 

In einer reinen Naturalwirtschaft, die es übrigens laut anthropologischer Forschung nie gegeben haben dürfte – da Geld den Charakter von Verbindlichkeiten hat und Verbindlichkeiten so alt sind wie menschliche Gemeinschaften – ist es freilich plausibel, dass zum Handel vorgesehene Waren nur produziert werden, wenn es für beide Tauschkontrahenten als sicher gelten kann, dass für die zum Austausch vorgesehenen Objekte jeweils ein Handelsgegenstand eingetauscht werden kann, für den tatsächlich Bedarf besteht.

Und das ist es, was das Saysche Gesetz besagt: Jedes Angebot erzeugt seine Nachfrage. Ein Angebot entsteht nur, wenn die Nachfrage gesichert ist. 

Ich produziere, um anzubieten und biete an, um meine Nachfrage nach etwas Bestimmten zu befriedigen. 

Wie gesagt, das ergibt Sinn in einer Wirtschaft, in der ausschließlich Naturaltausch betrieben wird. Nochmal: eine solche Wirtschaft hat es wahrscheinlich nie gegeben; zudem erscheint es fragwürdig, ob selbst unter hypothetischen Bedingungen reinen Naturaltausches, Angebot und Nachfrage immer übereinstimmen.

Nun postuliert das Saysche Gesetz aber noch mehr als (1) eine historisch zweifelhafte und (2) für sich schon unglaubwürdige Ordnung – nämlich, dass (3) diese vollkommene Übereinstimmung von Angebot und Nachfrage auch in einer modernen Wirtschaft immer erzielt werde. Abweichungen seien, wenn es sie überhaupt gibt, kurzfristiger Art und würden bald wieder ausgeglichen.

Der Realist tut sich mit dieser Behauptung schwer.

Dem Ökonomen jedoch ist die Annahme, dass eine moderne Wirtschaft zutreffend durch eine im Gleichgewicht befindliche Naturalwirtschaft beschrieben werde, hoch willkommen. 

Denn mit dieser Annahme ist in die Prämissen seines Modells einer Gleichgewichtswirtschaft bereits eingebaut, was der klassische Ökonom vorgibt, anhand des Modells überhaupt erst zu beweisen – dass immer Gleichgewicht erreicht werde, Übereinstimmung (Gleichgewicht) zwischen Angebot und Nachfrage bestehe.

Passend zu dieser Manipulation des Gleichgewichtsbefunds mittels eines sich selbstbestätigenden Modells, entwickelt der klassische Ökonom eine Zusatztheorie von den verleihbaren Ersparnissen (loanble funds theory) – von denen man sich Fragen muss, wie diese ohne Wertaufbewahrungsfunktion des Geldes möglich sind. Vermutlich unterstellt der Klassiker Naturalersparnisse. Wenn das verliehene Kapital ein Brötchen ist und der Zinssatz 10% beträgt, dann bekommt also der Sparer zu einem späteren Zeitpunkt ein Brötchen plus ein zehntel Brötchen zurück.

Der mit dem Sayschen Gesetz eingeschmuggelte zirkuläre Trick (der in den Prämissen vorausgesetzten Konklusio) gestaltet sich im nächsten Schritt wie folgt:

Alles was – d. h. der Teil des Gesamteinkommens, der – nicht für den aktuellen Verbrauch benötigt wird, wird an Produzenten verliehen, die den für die nächste Periode geplanten Verbrauch vorbereiten/produzieren/gewährleisten.

Das ist das Saysche Gesetz intertemporal gewendet – sprich, so wie man in der Gegenwart Gewünschtes mit Gewünschtem in restloser Übereinstimmung austauscht (Rosenstrauß gegen Tontopf), so tauscht man auch heute Verliehenes (ein Brötchen) mit morgen Gewünschtem (ein Brötchen plus 10% eines Brötchens) in restloser Übereinstimmung aus.

Der Gleichgewichtszustand ist bereits definitorisch festgelegt; der Mechanismus, der zu ihm führen soll, wird nachgereicht unter Vortäuschung seiner Unentbehrlichkeit. Denn wenn voraussetzungsgemäß das heute Verliehene im Gleichgewicht zum morgen Gewünschten steht, dann ist der Zinssatz, der dieses Verhältnis in seinen möglichen Proportionen (2:3, 1:3 etc.) anzeigt, nicht Ursache für das Gleichgewicht, sondern lediglich arithmetischer Ausdruck eines bereits willkürlich bestimmten Sachverhalts.

Der gleichgewichtsbildende Mechanismus funktioniert wie folgt:

Sparer (Kreditgeber) bieten einen Teil ihres Einkommens Investoren (Kreditnehmern) an, sodass diese die ihnen für ihre Investitionsvorhaben fehlenden Mittel erhalten. Investoren erhöhen ihre Nachfrage nach verleihbaren Ersparnissen bis zu dem Punkt, an dem der Einsatz solcher Mittel für sie unerschwinglich wird, also nicht mehr durch den gewinnbringenden Absatz ihrer Produktion gedeckt wird. Sparer stellen entsprechende Mittel bereit, bis die hierfür erhaltene Entlohnung aus ihrer Sicht unzureichend ist. Genauer gesagt: Sie bieten verleihbare Ersparnisse heute in dem Maße an, als diese den von ihnen gewünschten künftigen Mehrverbrauch gewährleisten. Investoren erhöhen den ihren Kreditgebern versprochenen Mehrverbrauch (Zinsatz, Umtauschverhältnis von heute verliehenen Mitteln zu künftigem Mehrverbrauch), um einen größeren Umfang an Ersparnissen zu mobilisieren (im Rahmen ihrer Rentabilitätszwänge). Sparer  reduzieren ihre Forderungen nach künftigem Mehrverbrauch, um eine größere Menge an Ersparnissen bei Investoren platzieren zu können. So bewegen sich beide Seiten aufeinander zu. Gleichgewicht herrscht, wenn beide Zustände zugleich eintreten: Eine weitere Kreditaufnahme ist für Investoren nicht mehr lohnend/erschwinglich und eine weitere vorübergehende Überlassung von Ersparnissen an Investoren ist für Sparer nicht mehr erwünscht (weil der zukünftige Mehrverbrauch als zu gering/zu wenig erstrebenswert eingeschätzt wird)


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Was der Mechanismus nicht erklärt, ist genau das, was die (mehr oder weniger stillschweigende) Prämisse des Sayschen Gesetzes in die Konklusion der Theorie von den Gleichgewichtsmärkten hineineskamotiert: die Übereinstimmung von Produktion und effektiver Nachfrage. Will sagen, der Mechanismus kann nicht begründen, wie es dazu kommt, dass genau das produziert wird, was benötigt und infolge dessen auch gekauft wird.

Einen solchen Mechanismus gibt es nicht, zumindest wird er nicht von der klassischen Ökonomik angegeben/beschrieben.

Was das klassische Modell darstellt, ist der Punkt der größten Übereinstimmung zwischen dem Angebot an und der Nachfrage nach verleihbaren Ersparnissen – das Tauschverhältnis zwischen heute vorübergehend an Kreditnehmer überlassenen Ersparnissen und künftigem Mehrverbrauch als Entlohnung für Kreditgeber). Ein Prozess, anhand dessen glaubwürdig nachgewiesen werden kann, dass Gesamtnachfrage und Gesamtangebot an produzierten Waren übereinstimmen müssen, ist dem klassischen Modell mitnichten zu entnehmen.

In einer kleinen naturaltauschwirtschaftlich verfassten Gemeinschaft mag die Bedarfslage so transparent und das Produktangebot derartig überschaubar sein, dass die Tauschpartner sich auf eine exakte Übereinstimmung von Angebot und Nachfrage vorab einigen können. Doch selbst in einer solchen Umgebung treten leicht Komplikationen und Unsicherheiten auf, die ein Gleichgewicht verhindern: Missverständnisse bei der Vertragsgestaltung, Irrtümer in der Bedarfseinschätzung und bei der Produktionsplanung, unvorhergesehene Ereignisse usw.

In einer komplexeren Wirtschaftsordnung stehen einer automatischen Übereinstimmung, wie sie das Saysche Gesetz vorsieht, zahllose Bedingungen entgegen.

Den Nachweis des Gesamtgleichgewichts bleibt uns die klassische Ökonomik damit schuldig. 

Sunday, 30 December 2018

80 Years of Bear Markets

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According to the below history of bear markets during the past 80 years, all lasted less than two years, most of them considerably less than two years:

November 1938 to April 1939 (-26.2%): The 1930s is otherworldly when it comes to market volatility. No other time period even comes close. The nasty recession of 1937 ended in June of 1938 and stocks rallied hard into the end of the year. After falling almost 25% in March 1938, stocks rose 15% in April and 25% in June. Then they gave it back from the end of the year until early spring even though there was no recession. Basically, investors lost their nerve because they were still traumatized by the Great Depression.
October 1939 to June 1940 (-31.9%): Hitler invaded Poland on September 1, 1939, and U.S. stocks were up more than 10% the next day the markets were open.  Then from October through June of the next year stocks would fall almost 32% even though there was no recession as a result. The prospect of another world war weighed heavy on the psyche of investors (surprisingly, the Dow was up 50% from the time WWII started until it ended in 1945).
November 1940 to April 1942 (-34.5%): Again there was no recession to cause this downturn but there was the Pearl Harbor attack and the U.S. entering World War II. Following the Great Depression and its aftermath, most people had more or less given up on the stock market.
May 1946 to October 1946 (-26.6%): This post-WWII bear market was caused by investors wrongly assuming the end of war spending would cause an economic slowdown. Instead, there was a period of massive inflation coming along with pent-up demand as those who returned from the war looked to plant their roots. There would be no recession this time around.
June 1948 to June 1949 (-20.6%): This was the first post-war recession brought about by tighter monetary policy to account for higher inflation but it was relatively shallow in magnitude and duration.
July 1957 to October 1957 (-20.7%): The Fed tightened monetary policy in the two years leading up to 1957, causing a recession that saw GDP drop even further than it did during the more memorable 1973-75 contraction. Stocks had also risen enormously throughout the 1950s so the fact that stocks fell shouldn’t have been a shock following such strong gains.
December 1961 to June 1962 (-28.0%): The original flash crash occurred in May 1962, when stocks fell 6% on a single day for basically no reason. But stocks had already been falling into this period even though the recession ended by February of 1961. The best thesis people could come up with at the time was markets came down because they went too high. That’s as good of a reason as I could think of most of the time too.
February 1966 to March 1968 (-22.2%): There was no recession in concert with this tumble in prices but interest rates had risen precipitously since the start of the decade. The 10-year treasury yield rose almost 2% from 1965 through the end of 1968.
November 1968 to May 1970 (-36.1%): 1968 may be one of the most tumultuous years of the post-WWII era — the Vietnam War, the assassinations of Martin Luther King Jr. and Robert Kennedy, anti-war protests, racial tensions and a general sense of anger around the country. There was also a minor recession in late-1969/early-1970 along with the end of the go-go years. By all accounts, this is one of the most underappreciated bear markets.
September 1976 to March 1978 (-19.4%): There was no recession in this period but stagflation was getting out of control as interest rates and inflation continued to skyrocket.
November 1980 to August 1982 (-27.1%): This period experienced two separate recessions, most likely caused by Paul Volcker and the rest of the Federal Reserve, who took short-term interest rates to 20% to combat inflation. Can you imagine a Fed chair getting away with causing two recession these days? I’m not sure how well that would be received politically. The end of this period was the start of one of the greatest bull markets in history.
July 1990 to October 1990 (-19.9%): This minor bear coincided with an 8-month recession and the start of the Gulf War. Interest rates had also been rising in the late-1980s. Stocks ended the year down 3% or so after rising every year from 1982-1989. They would go on to post gains every year from 1991-1999 in one of the most unbelievable stretches U.S. stocks have ever seen.
July 1998 to August 1998 (-19.3%): The end of the 1990s tech boom had a minor hiccup caused by currency issues in emerging markets. It’s remarkable that even with a 19% drawdown stocks still finished 1998 with a 28% gain.
April 2011 to October 2011 (-19.4%): This one may have been caused by the release of the Michael Lewis book on the European Sovereign debt crisis. I’m only half kidding, but European debt issues were the main culprit here. The U.S. also saw its credit rating downgraded for the first time ever in this period.
People forget how scary this one was at the time. There was a ton of double-digit recession talk. I still remember the six-day stretch in August 2011 that saw 5 daily moves in excess of 4% on the S&P 500 (-4.8%, -6.7%, +4.7%, -4.4% and +4.6%).
The average decline over these 14 forgotten bear markets was -25%, lasting just shy of one year in terms of average length from top to bottom. By my count, 8 out of 14 didn’t coincide with a recession.


And here is A History of Bear Market Bottoms.