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Saturday, 5 January 2019

James Joyce — The Genuine and the Stilted — James Joyce, Echtes und Gewolltes

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A post in English and German.


Im Bücherregal hinter mir befindet sich eine Ausgabe von Ulysses von James Joyce. Gestern habe ich einmal kurz hineingeschaut, eine Passage gelesen – einen viel zu langen, wiewohl fein gedrechselten Satz.

Es ist bestimmt mehr als zwei Jahre her, dass ich Ulysses gelesen habe, bis ich nicht mehr konnte. Ich wurde so traurig bei der Lektüre.

Joyce ist wirklich einer der besten, vielleicht der beste Schriftsteller englischer Sprache, den ich je gelesen habe. Dieses Können ist die Konstante seines Werks – Finnegan's Wake vielleicht ausgenommen, dieses Buch habe ich nicht gelesen – und zugleich dessen Tragödie.

In den Werken, die mir gefallen haben, – Stephen Hero, Portrait of the Artist und The Dubliners – findet man sich eingetaucht in eine Stimmung, man ist Teil von ihr, du wanderst durch einen geschriebenen Film. Man hat nicht das Gefühl, es werde einem eine Botschaft verabreicht. Vielleicht ist das Geschehen unbedeutend. Selbst wenn es so wäre – es tut nichts zur Sache, so intensiv ist das Erlebnis. Die Erfahrung selbst bestimmt den Grad ihrer Bedeutsamkeit. Wie ein Besuch am Badeweiher. Du bist Kind. Das Treiben ist an und für sich ohne Bedeutung, millionenfach neu aufgeführt, sogar trivial. Aber es bleiben Erinnerungen, die für dich einmalig sind, ein lebenlang Gewicht besitzen. Bis heute. Der Geruch einer Badekappe aus Kunststoff. Die ungeduldige Frau, die sich in Anwesenheit meiner schockierten Mutter vor uns Kindern umzieht.

Der frühe Joyce ist ein Meister dieser maßgeblichen Eindrücke, der Authentizität des Bleibenden.

Stephen Hero zu lesen ist einer Meditation teilhaftig zu werden. Die Lektüre bewirkt eine Vervielfachung des eigenen Lebens, eine Erweiterung durch Teilhabe an Ausschnitten aus dem Leben anderer Menschen. Kunstvoll geschrieben, meisterlich präsentiert, weil es völlig echt ist, wirkliches Dasein, in das man sich einschaltet, mit dem man verschmilzt, obwohl es nicht Teil des eigenen Lebens ist.

Lector in fabula, der Zaubertrick, den Leser mitten in die Erzählung zu stellen, ihn mit ihr zu umgeben als sei das erzählte Dasein das eigene – das ist höchste Kunst. 

Demgegenüber wirkt Ulysses gewollt, gekünstelt, ja verschmutzt, weil der Autor sein reines Talent mit Aufgesetztem und Unpassenden vermischt.

Da ist das Ärgernis, dass Vieles in diesem Buch einfach unverständlich ist – vermutlich, weil man nicht Insider des damaligen Dublins ist. Du weißt oftmals buchstäblich nicht, wovon die Rede ist, so schön und klar die Sätze auch sind. Und wenn man dann wieder versteht, worum es geht, wenn die Mosaiksteinchen ein Muster ergeben, erkennt man, kaum, dass man es sich einzugestehen wagt, dass hier ein Waschweib – ich meine den leibhaftigen Autor – auf höchstem sprachlichem Niveau gewöhnlichsten Dubliner Tratsch drischt. Mehr steckt nicht dahinter.

Wenn man bedenkt, wie sehr Joyces Familien leiden musste, damit er diesen Trivialroman ganz eigener Trivialität schreiben konnte – umso schlimmer.

Mehr von mir über James Joyce hier: A Saturday Evening Meditation: Dubliners — James Joyce

English summary:

I am fond of the early James Joyce, the author of Stephen Hero, Portrait of the Artist as a Young Man and The Dubliners. His mastership lies in the incomparable authenticity of the scenes that Joyce invokes in these books. The product of his writings is entirely natural. This immediacy is the most powerful attainment of his literature. In Ulysses, Joyce appears to be eager to add something over and above the natural sites that used to spring from his writing. (No longer a lean kind of literature,) Ulysses is bloated with unclear references, presumably to be unlocked, if at all, by the contemporary Dubliner of 1904. When in the early Joyce everything was so lucent to the reader that you would feel literally like lector in fabula, totally emerged in the atmosphere and the goings-on, Ulysses keeps the reader at a distance only too frequently. When you are back in the picture, you begin to suspect more and more that something trivial is being pursuit, until the failure is sadly manifest: Joyce is using his masterful language to engage in the fishwives' gossip of the day. Language and meaning are dissonant. The thrill of finding oneself miraculously emerged in another life as if it were your own has gone.

To think what hardship his family had to undergo for him to perpetrate this elaborate aberration from the most engagingly consonant films the artist as a young man used to shoot with his language.

Monday, 31 December 2018

Der Sinn des Lebens

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Mit Sprache kann man erstaunliche Dinge tun – z. B. Handlungen vollziehen, die auf nichts anderem als einer Äußerung beruhen:

„Meine Worte hatten dich beleidigen sollen“ – hier wird durch eine Äußerung, eine Tat begangen, sichergestellt, dass ein verletzender Akt als solcher wahrgenommen wird. Die Sprachphilosophie spricht von einer sogenannten performativen Sprachhandlung oder einem illokutionären Akt.

Man kann auch durch die formale Struktur einer spachlichen Äußerung Menschen – wissentlich oder gezielt – in die Irre führen.

Wer eine Frage stellt, löst im Gegenüber unwillkürlich die Erwartung aus, eine Antwort sei erforderlich und möglich.

Ich habe lange gedacht, dies träfe zu, wenn die Frage gestellt wird:

Was ist der Sinn des Lebens?

Man werde durch die grammtikalische Struktur des Fragesatzes quasi in die Pflicht genommen, eine Antwort zu geben, wo es keine gibt.

Ich habe früher darauf geantwortet, dass es DAS LEBEN überhaupt nicht gibt, sondern nur einen Ablauf diskreter Lebensereignisse, die äußerst unterschiedlich sein können und nicht im Zusammenhang zu einander stehen, geschweige denn Teil einer lückenlosen Kette sein müssen. Die Frage suggeriert also ein Objekt, das überhaupt nicht existiert. 

Man kann versuchen, Aspekte des Lebens daraufhin zu bewerten, ob sie sinnvoll sind, einen Sinn ergeben, einen Sinn besitzen. Das Leben als Gesamtheit existiert aber nicht und kann daher nicht auf seinen Sinn hin befragt werden.

Selbst, wenn wir große Zusammenhänge unseres Lebens der Sinnfrage unterwerfen, und das vielleicht auch nach unserem Empfinden mit Erfolg, zeigt sich bei genauerem Hinsehen, dass auch diese „großen Würfe“, nur Ausschnitte sind in einem Ozean an Perspektiven und Gesichtspunkten, nach denen die unendlich vielfältigen Erfahrungen des Leben sich ordnen lassen. 

Vielleicht bestand der Sinn meines Lebens darin, ein Land zu missionieren, und nachdem mir dies gelungen ist, kann ich bekräftigen, dass mein Leben einen Sinn gehabt und sich dieser erfüllt habe. 

Doch wie gesagt, damit hebe ich nur einen Ausschnitt meines Lebens hervor.

Niemand bestreitet, dass man sinnvolle Ziele verfolgen oder ein Leben führen kann, das einem großen Ziel dient, von dem man empfindet, dass es der eigenen Existenz einen Sinn gibt. Freilich kann man sich darin täuschen oder diesem Gefühl, ein Leben zu leben, das durch eine große Sinn-Klammer zusammengehalten wird, verlustig gehen. Auch kann vieles, das zu einem sinnvollen Leben gehören könnte oder sollte, unterdrückt und verpasst werden, wenn man zu sehr auf das eine große Sinnthema hinlebt.

Der gesamte Fluß des Lebens enthält eine unendliche Fülle an Sinnhaftem, vieles davon trivial aber lebenswichtig – ein geordneter Tagesablauf zum Beispiel: genügend Schlaf, gute Nahrung, ausreichend Bewegung, erfolgreiche Tätigkeiten im Beruflichen und in anderen Kontexten. 

Vermutlich ist es sogar ein ganz besonders glückliches Talent, nicht allzu anfällig zu sein für Sirenenrufen, die dem Leben Sinn zu geben versprechen.

Eine Mutter von fanatischer Religiösität, die auf den einen, den ganz großen Sinn des Lebens hinausgreift, kann vielleicht ihre Kinder deswegen vernachlässigen und verdankt es nur ihrer Verblendung, dass sie nicht merkt wie ihr Leben – nach den eigenen Maßstäben – scheitert.

Ich glaube, es ist besser, das Thema zu portionieren und darauf zu achten, dass man Sinnvolles im Leben tut, statt alles auf die eine große Karte zu setzen.

Ich glaube auch, dass die beste Antwort auf die Frage nach dem Sinn des Lebens lautet: Es macht Spaß zu leben – ich lebe gerne.

Denn weder die Welt, in der wir leben, noch wir als Gewächse der Evolution, sind dafür gemacht, auf eine große, quasi lebenanschauliche Überwahrheit hin zu leben – so sehr sich auch Machthaber und ihre Schafe ein grandioses Bühnenbild mit dem totalitären Pomp von Absoluta und Ewiggültigem wünschen.

Der Mensch ist seine eigene Allzweckwaffe. Er ist ausgerüstet mit Dispositionen, Instinkten, starken emotionalen Orientierungshilfen. Wie David Hume es einmal, vielleicht etwas überspitzt ausgedrückt hat: Der Kopf ist der Sklave des Gefühls. Das heißt nicht, dass der Mensch kopflos, unüberlegt und irrational ist. Das Diktum ist darauf gemünzt, dass das, was dem Sinn des Lebens vielleicht am nächsten kommt, die Befriedigung ist, die der Mensch empfindet, wenn er seinen grundlegenden Neigungen gemäß leben kann. Die Logik, zu der unser Hirn fähig ist, verleiht dem Leben nicht seine Vitalkraft, das Gefühl der Lust an ihm. Das kommt aus der Tiefe des Gefühlsmäßigen, der Intuitionen und Instinkte.

Das Leben hat einen Sinn, wenn es Spaß macht – oder ein Iota weniger hedonistisch: wenn man sich in ihm wohlfühlt.

Der Sinn des Lebens ist die Freude am Spiel, das uns begleitet, bis wir sterben.

Natürlich kann auch ein übergreifender und lange durchgehaltener Zweck Teil des Bündels an Dingen sein, die unsrerem Leben Sinn verleihen. Aber in der Regel wird das Maß der Sinnhaftigkeit eines Lebens nicht durch Verfolgung eines Ziels, eines Motivs eine befriedigende Qualität, ein ausgewogenes Niveau erreichen, sondern dadurch, dass man offen bleibt für die Vielfalt der Neigungen, mit denen der Mensch ausgestattet ist als ein Lebewesen, das wie andere Tiere auch, nicht durch Gedanken allein, sondern durch die Empfindungen motiviert wird, in denen der Verstand wurzelt.

Wie dem auch sei, die Frage nach dem Sinn des Lebens ist aber von allgemeinerer Natur als die Inspektion des eigenen Lebensgefühls.

Es ist zweifelhaft, ob sich eine allgemeine, eine objektive, eine allgemein gültige Antwort geben lässt, oder ob es überhaupt erstrebenswert ist eine solche Universalklärung herbeizuführen. Sind daran nicht eher Machtsuchende interessiert, die die breite Bevölkerung auf ihre ideologischen Bedürfnisse einschwören möchten?

Traditionell ist die Frage nach dem Sinn des Lebens oft eine Fangfrage der Pfaffen gewesen, die den gesund Geerdeten – und umso effektiver den Labilen und Unsicheren – in das Durcheinander eines unerwarteten Rätsels stürzen, um ihn gefügig zu machen für ihre vorgestanzten Weisheiten.

Sunday, 30 December 2018

New York Times, Der Spiegel, and Their School of Fish

Notice, the above illustration was featured in an 1894 issue of Puck magazine. Image credit.


I've been on about it for years.

In Germany, this is quite a scandal in media circles, because Der Spiegel is like their version of New York Times. That is, it positions itself as the official arbiter of truth, with regards to public morality. They not only decide what is true, they decide which truths can be said. Worse yet for them, they have been bragging about their fact checking for a long time. As a result of this tent pole toppling over, the German media is scrambling to convince everyone that it is an isolated incident, not a system failure. 
The amusing bit is the German media is rushing around looking puzzled, as to how the vaunted fact checking system could have failed. After all, the best people are in control of the media. How could the best people have made such basic errors? As is the case in America, whenever these things happen, the media hand-wringing is just a dodge. What really concerns them is how easy it was for two bumpkins from dirt country to sluice out the facts from the fiction in this particular article. 
That’s always the thing with these scandals. The media big shots always come off as if they have been insulted about their shenanigans being revealed. In this case, the other major media outfits are rallying to defend Der Spiegel. In the dreaded private sector, competitors are always quick to take advantage of the mistakes of a competitor. In the main stream media, the opposite is always true. They circle the wagons and begin lecturing the hoi polloi about the dangers of questioning the media. 
That is the real cause of these scandals. For a long time, the mass media in the West has been a mono-culture. You can’t have a career in the media if you don’t hold all the right opinions. To call the media an echo chamber for the left is to understate the problem. The better analogy is a school of fish. Each individual just reacts to those around him, giving the effect of the school having agency as a whole. What looks like collusion is just the result of a uniformity of mind, experience and social class. 
That’s why no one at Der Spiegel, or anywhere else in the German media, noticed the fraudulence of Claas Relotius. He was writing the things his coevals and superiors said at luncheons, cocktail parties and in the office. His story about slack-jawed yokels in the American heartland ticked all the boxes popular with the left-wing cultural outlook. He was not sent there to report on the place. He was sent there to confirm what his employers already knew about Middle American and Trump voters. 
This is why Western media is something worse than propaganda. The person hired by the state or hired by the corporate marketing department has self-awareness. They know their job is to polish the apple of their superiors. The tricks they employ to do that are done with a knowledge and forethought. The guy telling the public that his employer, the pesticide company, is deeply concerned about the environment does so knowing full well that no one believes him, including his family. 
The media is a different thing. They really believe their own nonsense. They think they are part of a special class of human, a priestly class that not only reports facts to the public, but provides moral instruction. The mass media is so intoxicated by their own self-righteousness, they lack the ability to question their own actions. [An attitude aped, internalised and rapturously  paraded by the politically correct German. Which explains the politisch korrekt vorauseilende Gehorsam of readers of Der Spiegel and Süddeutsche Zeitung and New York Times, who invoke these papers as sources of unassailable objectivity like my friend here; IGTU.] When Claas Relotius came back from the bush, reporting exactly what his bosses knew was the case, they had no reason to question it. It was too good to check.

The source.

Saturday, 29 December 2018

Liverpool 5 – 1 Arsenal

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Before ...





... and after:





Bootleggers and Baptists — The Rotten Core of Political Culture in Germany

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Often in history, religious fanatics (baptists) and criminals (bootleggers) form an alliance that may be unwitting, except when the two roles are played by one and the same person, as seems to be the case with this reporter of DER SPIEGEL, who diseminated lies about people with a plight while raking in donations to the invented victims for his personal gain.

This is the fundamental formula, by which Germany's myth makers take advantage of a population craving to be told lies.

The discovery of the journalist's misconduct is a blessing in disguise for the German media, it gives them a wonderful opportunity to convince the gullible and complicit public that this is an exception perpetrated by an unusual villain.

The fact of the matter is that the scandal signifies the rule in Germany rather than a rare exception.

The country is gripped by politico-religious fanaticism – politics and the media drive and are driven by the mania.

The German appetite for a creed of absolutes has been successfully rekindled and will not go away soon. Democracy and open-minded debate are at a steep discount. Germans want leaders, better still a leader, who leads them where the craze is pointing them.

No one cares when this leader overrides the constitution, demanding the destruction of national integrity. No one cares when the country does its best in just about every aspect that matters to fall behind the international competition.

There is a huge official, state-driven black (but seen as gold) market for subsidised myths such as global warming and the Energiewende. Worship and perpetuate these myths and you will be rewarded with the subsidies. This is how baptists and bootleggers hang together in Germany.


Unscientific Climate Policy

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Following up on this German post:

Leading media outlets like DER SPIEGEL are notoriously happy to discard the duties and rigours of professional journalism in favour of promoting their ideological preferences. 

This is how the German public is being shielded from the truth and politically biased instititions are encouraged to advance far reaching claims, presenting them as endorsed by the scientific consensus when these propositions are in fact unsupported, even contradicted, by scientific research.



Professor Bates examines some key aspects of the SR1.5 report. He assesses if the IPCC report exhibits a level of scientific rigour commensurate with the scale of its extremely costly and highly disruptive recommendation that carbon emissions be reduced to zero by mid-century.
The paper concludes that such a level of scientific rigour is not present in the report. Specifically, SR1.5 is deficient in scientific rigour in the following respects:
● It departs from the IPCC’s Fifth Assessment Report in conveying an increased sense of planetary emergency without giving rigorous scientific reasons for doing so.
● It fails to communicate to policymakers a considerable body of important observationally-based research evidence that has accumulated since the Fifth Assessment which reduces the sense of a looming emergency.
● It fails to communicate important information made public by climate modellers since the Fifth Assessment regarding the empirical tuning of models to achieve desired results.
The paper concludes that, in view of these deficiencies, the SR1.5 report does not merit being regarded by policymakers as a scientifically rigorous document.
“There is much recent observational and scientific evidence that the IPCC report has failed to include and which supports a more considered mitigation strategy than the extreme and unrealistic measures called for in the SR1.5 report,” said Prof Bates.

Friday, 28 December 2018

Conceptions of Reality — Einstein and Bohr (1)


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Einstein felt that reality exists in effect out there — something independent of us. And the position of Bohr was rather this: [that] reality is only a word, and we have to learn what the right way is to use that word.


John Wheeler





Deutschlands unfehlbare Quellen

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Kürzlich hatte mich ein Gesprächspartner damit verblüfft, dass er  ohne Not das Bekenntnis ablegte, drei journalistischen Quellen bedingungsloses Vertrauen zu schenken: Der New York Times, dem SPIEGEL und der Süddeutschen Zeitung.

Mir war noch aufgefallen, dass der Betreffende die Absolutheit seines Vertrauens in diese Zeitungen betonte.


Ganz offenbar, ein Gläubiger, wie ich vermutet hatte, der sich im Besitz der objektiven Wahrheit wähnt, weil er sich der politisch korrekten Haltung angeschlossen hat, denn jetzt lese ich dies: 

"Das Grundproblem des Journalismus, wenigstens in Deutschland, besteht darin, dass man sogenannten Leitmedien und 'Edelfedern' offenbar einfach alles abnimmt ... Auffällig an den Beispielen ist, um welche Medien es sich handelt: Spiegel und SZ ..."

Quelle.

Es handelt sich um einen Zeitgenossen, der kritisches Denken sofort dem Verdacht aussetzt, auf einer Verschwörungsstheorie zu beruhen. Dazu kann ich nur sagen: Einer Konspiration bedarf es nicht, wenn sich Menschen, wie er, in vorauseilendem Gehorsam freiwillig gleichschalten.

Ohne Beleidigung geht es nicht

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Ein Journalist, der sich in DER SPIEGEL über chinesische Manieren echauffiert, hält sich an deutsche Benimmregeln, wonach es zum guten Ton gehört, Donald Trump zu beleidigen.

Auch der Idiot (Donald Trump) könne in einem Punkt richtig liegen, und sei es aus Versehen. Dieser Punkt sei möglicherweise Trumps Chinapolitik. (Ich habe diese Stelle in indirekter Rede wiedergegeben, lesen Sie das Original: Quelle).

Glaubt mir bitte, will uns der Journalist versichern, ich verachte Trump nicht weniger als ihr – diese Konformitätsbotschaft ist ihm weitaus wichtiger als jegliche Form differenzierter und um Objektivität bemühter Berichterstattung.

Wie er sich die aller größte Mühe gibt, um ja nicht den Eindruck zu erzeugen, er sage etwas allzu Positives über Trump.

Es mutet an, als habe man ihn angewiesen, nach der Aufdeckung der Lügenartikel, mit denen DER SPIEGEL jahrelang über die Vereinigten Staaten berichtet hat, auch mal etwas Anerkennendes über das Land, ja sogar über seinen Präsidenten Donald Trump zu schreiben. (Aber im Land des vorauseilenden Gehorsams geht es auch ohne Anweisungen.) Er muss wohl langen Anlauf nehmen, um über den eigenen Schatten zu springen. Aber das ist dann doch zu viel verlangt: Es erweist sich, dass DER SPIEGEL-Autor, wie jeder „gute Deutsche“, nicht über Donald Trump sprechen kann, ohne sich einer handfesten Beleidigung des amerikanischen Präsidenten zu befleißigen. Zwanghaft, selbstherrlich, von Haß und Dünkel beherrscht.

Bis in die 1980er Jahre hätte man jedem Journalisten, der Derartiges schreibt, vorgehalten, elementare Prinzipien des professionellen Journalismus zu verletzen – heute gerät man in Schwierigkeiten, wenn man einem nach deutscher Staatslinie unbeliebtem Politiker nicht direkt ins Gesicht rotzt.

Ein hemmungsloser Gesinnungsjournalism dieser Art kann doch nur Betrug im Überfluss hervorbringen.

Monday, 24 December 2018

Le taureau est mort


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Writes Elfenbein:

After nine years, the bull market is officially over. The S&P 500 closed today at 2,351.10. That’s down 20.06% from the September 21. [A bull market is seen as ending when stocks fall 20% or more from a cycle high.9] A 20% decline is traditionally a loss of 20%. Of the stocks in the S&P 500, 238 are at a new low, and 229 are more than 30% below their 52-week high.  Today we had the lowest close since April 21, 2017. In the last 7 sessions, the S&P 500 has lost 11.3%, and in the last 14 sessions, the index lost 15.7%.


Here is more on the "science" of defining bull and bear markets.

Sunday, 25 November 2018

From the Pages of an Infallible Newspaper

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"Science is the belief in the ignorance of the experts" – Richard Feynman


One of the newspapers the gentleman that I refer to here mentioned among those that he puts absolute faith in is The New York Times.

It is hard to believe that anyone, let alone such an honest, capable and intelligent man, would vouch for the infallibility of a newspaper — in fact, three newspapers, including Süddeutsche Zeitung and Der Spiegel, all three of which being ideologically committed to a very partial set of beliefs.

They may or may or not be excellent newspapers, but they are certainly not infallible and very unlikely to be free from bias, especially given their forthright support of certain political ideas and convictions and their willingness to act as partisan watch and attack dogs for political personalities, parties and programs.

It is not difficult to find examples of the fallibility of the The New York Times, here is a case in point.

Subservience Rushing Ahead of the Command - Vorauseilender Gehorsam

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Some people are so eager to obey, they act in compliance before a command is issued.

Today, I talked to a gentleman, who listed to me the newspapers that he absolutely trusts.

The gentleman was very nice, very intelligent and very well-educated — it was a pleasure talking to him. I found it all the more astounding that a discerning and astute mind such as his would exempt certain media outlets from the need to be subjected to critical thinking — of which the gentleman is capable of in ample measure.

There is no institution in my country that requires, still less forces, you to make such a commitment which is equivalent to swearing an oath to believe and defend as unassailable truth whatever is being reported by a (certain group of) newspaper(s).

Yet, the gentleman was absolutely adamant about guaranteed enlightenment by his sources of revelation.

He engaged in an act of religious conviction. But his posture was meant to assure me of the scientific/objective quality of information relayed to him and his right to draw indubitable conclusions from it.

Such a commitment is the sure sign of a person having joined a community of believers as opposed to being the participant of an open debate.

The remarkable thing is how that person makes it his own business to authenticate the infallibility of a (group of) newspaper(s).

An act of astonishing hubris born of zealotry — who is he to provide such authentication? —, especially in view of the fact that this person admits he/she has no time to ascertain facts and therefore relies on his preferred media outlets to acquire indubitable knowledge.

There is a grotesque circularity involved: I believe in the truth of what my newspaper writes, because the "truth" disseminated therein accords with my own belief. My belief is correct because it is being confirmed by a newspaper that I absolutely trust and that happens to report findings that square precisely with my belief.

The observation is significant as it seems to demonstrate how the best in our society can be made to switch off (of their own accord) their critical faculties for select purposes

Certain issues are branded "taboo" in the sense that "you must not deny them" unless you are willing to be seen as committing a sin. They are turned into matters of faith (morally and socially) immunised against critical questioning.

Once an issue has been established as such a taboo-brand (something to be believed in as a matter of moral purity and absolute truth) in the mind of a person, the believer may be otherwise as well-educated and intelligent as one might wish, she/he will not be able to take a critical and questioning stance vis-à-vis the issue and be oriented toward revering any presentation of it that accords with the taboo.

That is why political correctness is so important to politicians — it is the system that establishes taboo-brands among the population.

The fact that political correctness is openly demanded seems to me a sign reflecting the willingness of many to act subserviently in rushing ahead of what they think they will be required to say, do or believe — as demonstrated in the adamant claim that the veracity of certain press organs is beyond doubt.

Obviously, a society that emphasises political correctness cannot be a society that advises its citizens to apply critical thinking to every issue — it is a dangerous society as it actively builds taboo-protected areas, where criticism is considered morally objectionable and socially worth of condemnation ("climate change deniers").

A white elephant of the proportions of the Energiewende is only possible in exactly such a society where vorauseilender Gehorsam, the uncritical acceptance of taboos and the naive identification of large parts of the public with the politically correct powers-that-be have reached an advanced stage.

A standard reply to criticism of political maldevelopments in my country comes in the form of a question: do you believe in a conspiracy theory?

Well, it would seem, there is no need for a conspiracy, people are eagerly playing along, confirming what they think they are expected to think and say even before anyone is demanding them to do so, or ever will (see the first underlined paragraph above).

This is not the place to go deeper into the question why people are over-compliant. But one aspect of it I will mention in concluding this post. Compliance with social norms is of the essence in any functioning society. In countless contexts, it is a positive thing to uncritically adopt social norms -—imagine every time I extend my arm for a handshake people start a vicious debate about the appropriateness of such a gesture.

Uncritical adoption of social norms is not unproblematic in every field. Politicians will try to inculcate their ideas through that mechanism, which is what political correctness is all about — a phrase that openly promotes the idea of a dress code of political convictions that needs to be adhered to by everyone — a blessing handed down from above. Again, a sign of just how sure politicians are of their ability to manipulate the population and their confidence in the gullibility and subservience of the people.


Sunday, 18 November 2018

On Being Human, Language and Civilisation

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In this thread, I have written a short piece about one of my favourite pieces of anthropology:


John F. Hultquist and RAH,  
I agree with you guys. To me, language is among the most fascinating leads left by mankind from which to judge where our efforts at being civilised have been taking us. 
I take my cue from Sir Karl Popper who identifies the functions specific to human language (as opposed to the functions of the language of [other] animals) as what makes humans humans. 
As opposed to animals, we are able to make elaborate descriptions (descriptive function of language). If you can describe things, you can describe descriptions and their difference, which brings you to the next specifically human function of language (lacking in animals):  
The argumentative function; we can argue about the quality and truthfulness of a description, and develop refined and powerful methods of ascertaining truth/plausibility. This gives rise to another function specific to human language: the critical function; we can use our language to understand and criticise one another's thoughts.  
At this point man has arrived at objectivity — he can turn his inner reasoning into an object for assessment by other humans (note objectivity of which man is capable is not to be confused with absolute and final truth but with findings/propositions/hypotheses subjected to the most rigorous testing).  
At this advanced point man has effectively developed a hyper-intelligence that connects the brains and thinking of billions of human beings. This makes us a lot more kowledgeable and reflected than any other species.

Saturday, 17 November 2018

Verlust der rationalen Selbstkontrolle

Image credit.  I wonder what they are reading, and what they would make of our times.


Ein absurdes Elitenregime von unkontrollierten Politikern und Medienvertretern, dekadent und regressiv, macht sich mit Neusprech ("Newspeak") immun und mächtig und wählt sich mit ihrem Vokabular und noch mehr durch dessen ewige und unentrinnbare Wiederholung das Volk, das es sich wünscht (Bertold Brecht).

Ich mache mir überhaupt nur noch die Mühe derlei anzusprechen, weil ich glaube, dass wir alle verantwortlich sind für die entsetzlichen Fehlentwicklungen, die Deutschland erfasst haben. 

Besonders die einst staatstragenden Parteien CDU und SPD mache ich für den Verfall der grundlegenden Werte der Bundesrepublik Deutschland verantwortlich. 

Ich mache sie verantwortlich für das Verschwinden eines sozialen Gewissens (des Strebens nach Interessenausgleich zwischen Kapital und Arbeit und sozial motivierter Konjunkturpolitik) und eines wehrhaften Gespürs für die Demokratie und die unverzichtbaren Aufgaben des Nationalstaats, ebenso wie für ein Europabild, aus dem die Nöte der Europäer und die Gefahren neuerlicher Spannungen zwischen den Nationen dieses Kontinents, die von der EU ausgehen, ausgeklammert bleiben – zugunsten eines die Völker hintergehenden Europas der Politiker, der Bürokraten und der Lobbyisten. 

Ich mache sie verantwortlich für die Umkehrung des Umweltschutzgedankens in eine Religion, die das Verhältnis des Menschen zur Natur dramatisch verschlechtert, den Schutz der Wissenschaft aufhebt und ihre Funktion pervertiert und Umweltbewusstsein auf vorgestanzte Stereotypen reduziert, die eine wirkungsvolle Ökoverblödung der Bevölkerung erzielen (man muss nur noch sinnentleerte Stichworte aussprechen, und schon hoppelt der Bürger – einem aufziehbaren Spielzeugäffchen nicht unähnlich – auf politisch korrektem Kurs, Beifall spendend und von unerbittlichem deutschen Ernst erfüllt.

Die Übernahme des neoliberalen Denkens durch die Grünen ist kein Zufall, sondern Ausdruck des beispiellosen Hedonismus dieser Geistesart, der unethische Profitmacherei gierig verfolgt und mit grün-frommen Mantras salonfähig verbrämt.

Der moralisch-politische Verfall des Landes ist so groß, dass Deutschland die Fähigkeit zu rationaler Selbstkontrolle verloren hat und selbst Millionen von gut ausgebildeten Deutschen, viele davon echte Fachleute, nicht mehr in der Lage sind, eine offen zu Tage liegende Absurdität wie die Energiewende als eine solche zu erkennen. Die religiöse Einnebelung der Bevölkerung, ihr Eingeschüchtertsein und ihre Willfährigkeit gegenüber einer Obrigkeit, die vorgibt, welche Kleiderordnung der Überzeugungen als politisch korrekt anzunehmen ist, entspricht einer atemberaubenden Selbstgleichschaltung unter Bedingungen der Freiheit, die uns lehrt, dass jede Generation aufs neue zu Demokratie, Toleranz und aufgeklärter Rationalität erzogen werden muss, wenn barbarische Rückfälle verhindert werden sollen. 

Unten können Sie einen Beitrag lesen, der mir aufgefallen ist – ich bin rein zufällig auf ihn gestoßen – weil er sehr gut ausdrückt, zumindest der erste Teil, was ich seit vielen Jahren empfinde.

Ich habe nie verstanden, wie ein derart niveauloser, überzeugungsfreier, nur auf Macht bedachter Mensch, ohne Gestaltungstalente, die ihrer Macht einen konstruktiven Sinn verleihen würden wie Angela Merkel fast zwei Jahrzehnte an der politischen Spitze Deutschlands stehen konnte. 

Wenn sie in der Öffentlichkeit spricht, habe ich immer das Gefühl, dass sie sich an Kinder wendet.

Wie anspruchslos das Land geworden ist.

Wie kindlich und kindisch.

Nun der Ausschnitt – aus diesem Beitrag –, den ich meine:

  • Merkel am Ende“
  • Das Buch ist nicht über Merkel als Person: Wer nun denkt, „da hat der Herr Knauß aber Pech gehabt, dass Frau Merkel pünktlich zum Erscheinen des Buches ihren Teil-Rückzug angekündigt hat“, der irrt. Das Buch beschreibt ein System Merkel, welches nur möglich war in einem Umfeld, in dem viele dachten, alle Probleme seien gelöst. Es beschreibt einen Zustand der Gesellschaft.
  • Merkel war die perfekte Kanzlerin für ein Land, das davon träumte, das Ende der Geschichte erreicht zu haben. Die zentrale These von Knauß. In dieser Illusion verschmelzen Gegenwart und Zukunft zu einem Amalgam – und das Politische wird scheinbar überflüssig.
  • Merkel war die passende Kanzlerin für ein müdes Land, das nichts mehr von politischen Problemen, also von Entscheidungen zwischen alternativen Wegen, wissen wollte.
  • Merkel hat perfektioniert, was nach 1990 fast alle westlichen Staaten prägte: unpolitische Politik. Es gibt in ihrer Laufbahn kein konstantes Ziel, nichts, wofür sie unzweifelhaft steht. Sie hat kein „Projekt“, kein Ziel, um das es bei der Macht geht.
  • Persönlicher Machterhalt ist das einzige Ziel. Oder in der Sprache des Ökonomen: die Maximierung des Marktanteils an Stimmen. Positionen und Interessen konsequent vertreten, sie gegen Widerstand durchsetzen und dafür die eigene Macht aufs Spiel setzen – das ist Merkel fremd. Sie will die Macht, weiß mit ihr aber nichts anzufangen.
  • Dazu wurden Positionen geräumt, einfach weil es gerade opportun war, um Stimmen zu bekommen oder Koalitionsoptionen zu eröffnen. (Energiewende, Grenzöffnung, …). Jüngstes Beispiel die Idee, kurz vor der Hessen-Wahl die Luftgrenzwerte mal so eben anzuheben.
  • Merkels Methode war der Ausverkauf von politischem Kapital, also von Werten und Positionen ihrer Partei, von Interessen des Landes und der Bürger, für die die Regierenden Verantwortung tragen.
  • Die Kosten für diese Politik des Machterhalts sind erheblich – wie auch ich in meinem Buch zeige –, wir alle müssen für diese Politik bezahlen. Doch das Land glaubte (zu) lange, sich Frau Merkel leisten zu können.
  • Doch der Traum vom Ende der Geschichte ist ausgeträumt. In der Welt, in Europa und auch innerhalb Deutschlands sind fundamentale Gegensätze und damit politische Konflikte herangewachsen, die ein fortgesetztes Dahindämmern zwischen Alternativlosigkeit und Diskursverweigerung nicht zulassen.
  • Je näher die Bedrohungen infolge des Zerfalls alter Ordnungen und der Auflösung bisheriger Selbstverständlichkeiten den Bürgern kommen, desto weniger wird sie der Wohlfühl- Politikersatz zufriedenstellen, den Merkel und andere Meister der Macht boten.
  • Es wird nicht mehr genügen, immer gigantischerer Geldbeträge einzusammeln und zu verteilen. Was die Bürger in Deutschland vom Staat zunehmend erwarten, ist die Befriedigung des ältesten politischen Bedürfnisses: Schutz ihrer Interessen.
  • Oder, um es in meinen Worten zu sagen: Wenn die Illusion des reichen Landes platzt, wird es ungemütlich. Dann geht das mit der unpolitischen Politik nicht mehr.
  • Die bald unvermeidlichen Einschränkungen werden zu schockierenden Enttäuschungen von Erwartungen und harten Verteilungskonflikten führen – in einem Staat und einer Gesellschaft, die auf beides nicht vorbereitet sind.
  • Jede neue politische Bewegung und jede Erneuerung der CDU und der anderen etablierten Parteien, die für die Zeit nach Merkel und nach der Großen Koalition gerüstet sein will, muss daher vor allem eins tun: glaubwürdige Angebote schaffen für das wachsende Bedürfnis der Bürger nach Schutz ihrer materiellen Versorgung und kulturellen Güter, ihrer Lebensgrundlagen in der Natur und ihrer bürgerlichen Freiheitsrechte.
  • Damit sind wir auch in Deutschland am Ende des Märchens vom Ende der Geschichte. Die Zukunft wird deutlich politischer, leidenschaftlicher, kontroverser.
  • Und das ist gut so: im Interesse der Bewahrung der freien, offenen Gesellschaft und der Demokratie.
  • Wenn nicht, werden wir eine Abkehr vieler Menschen vom Verfassungsstaat erleben. Das wäre die schlimmste Spätfolge der langen und insgesamt verhängnisvollen Kanzlerschaft Angela Merkels.

Sunday, 23 September 2018

(1) The Business of Handling Language

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The business of translating is affected by the rapid progress being made in the development of automated translation technologies. Today, automatic translation is at the level of the language skills of a seven year old. In two years time automata will be linguistically as skillful as a fourteen year old. 

In the medium term, reasonable money is to be made only by those who combine their translating skills with specialised knowledge while preferably being in a position to efficiently support the building and dissemination of content. 

This is why it may be a good idea for a translator to extend her business portfolio to include research and writing. 

This could give her the capabilities needed to accompany the work flow by which the content a client wishes to disseminate is built from the stage when the messages are identified through to the delivery of end products (speeches, internal messages, articles, seminar and other study materials, web content, research papers, books, etc.).

Perhaps the most critical issue here is that a company's content building work flow is shot through with power relations. These may either keep an external provider out of the flow altogether or make her contributions less effective, ineffective or even disruptive. Ownership of content building may prove to be just as jealously guarded a privilege as other forms of controlling power.

Typically, being accorded a high degree of trust by the client is the prerequisite for an external writer-cum-translator to effectively enter the content building work flow.

How does one earn this trust?

One strategy is to become part of a team that has already won a client's trust. (1) This could be a team that does not specialise in writing and translating but has a demand for these services — again, even in this context, content ownership will always be a highly sensitive issue, within the provider and vis-à-vis the client. (2) Or it may be a team that is offering these services and is looking for a new team member. Later one may use the experience of working in such a team to attract one's own clients.

Specialised competence (say in the ETF business), ability to research relevant related topics, generate content drafts or add to drafts proposed by the client — for instance a speech to be delivered by the ultimate content owner, the CEO.

Being involved in content building and delivery on all fronts lends consistency to the overall corporate message-scape, creating a distinct linguistic culture which may be translated into a consistent yet varied offering of content, targeting specific purposes and groups.

The job profile covers requirements that stand in tension to one another: you will want a creative individual(ist), a linguistic authority holding clear views about good and inadmissible writing, an iconoclast with ideas that strike others as novel or helpful in a way they would not have been able to come up with. At the same time, there is a need for humility, tolerance, empathy for the thoughts and the language style of other persons.


Continued here.